STAATEN DER CEMAC

Die Zentralafrikanische Wirtschafts – und Währungsgemeinschaft (CEMAC frz. Communauté Économique et Monétaire de l’Afrique Centrale) ist der Zusammenschluss von sechs zentralafrikanischen Staaten: Kamerun, Republik Kongo, Gabun, Äquatorialguinea, Zentral-afrikanische Republik und Tschad. Diese Föderation wurde 1994 vereinbart und trat im Jahr 1999 in Kraft.
Ihre gemeinsame Währung ist der CFA-Franc, ihre Zentralbank ist die Zentralafrikanische Zentralbank mit Hauptsitz in Yaoundé, Kamerun BEAC. Die Währungsgemeinschaft grenzt an die Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion. Alle Mitgliedsstaaten der CEMAC sind auch Mitglieder der Zentralafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft.

GESELLSCHAFTSRECHT UNTERSTEHT DEN OHADA RICHTLINIEN.

Gegründet wurde die Organisation am 17. Oktober 1993 in Port Louis auf Mauritius. Angedacht wurde eine Rechtsunion auf einem Treffen westafrikanischer Finanzminister im April 1991. Feste Formen nahm diese Idee an auf dem Treffen der afrikanischen Staatschefs der CFA-Franc-Zone am 5. Oktober 1992 in Libreville. Mit dieser Initiative unter Führung von Abdou Diouf sollte das Vertrauen ausländischer Investoren gewonnen werden. Moderne Gesetze, die den Anforderungen des modernen Handels entsprechen, sollten dazu erlassen werden. Viele Länder der OHADA verbindet die ehemalige Zugehörigkeit zur Union française bzw. Communauté française. Alle Staaten der Franc-Zone sind der OHADA beigetreten. Die CFA-Franc-Zone bilden die Länder, in denen die zentralafrikanische Währung CFA-Franc BEAC bzw. die westafrikanische Währung CFA-Franc BCEAO gilt. Zur OHADA gehört auch die ehemals französische Guinea, das nicht Mitglied der Franc-Zone ist, sowie die nicht francophonen Mitglieder der Franc-Zone Guinea-Bissau und Äquatorialguinea.
Die Bindung der CFA-Franc mit fixem Wechselkurs an den Franc bzw. Euro zeigt sowohl den starken wirtschaftlichen als auch den politischen Einfluss Frankreichs. Die Bedeutung des CFA-Francs in der OHADA lässt sich daran ablesen, dass er im Gesellschaftsrecht nach Art. 906 AUSC die Basiswährung ist.
Von Seiten der Europäischen Union kommt den meisten OHADA-Staaten das entwicklungspolitische Instrument des Allgemeinen Präferenzsystems (APS) zugute. Es besagt, dass für die Importe der am wenigsten entwickelten Länder (Least developed countries) Zollfreiheit besteht. Kritisiert wird, dass die OHADA in erster Linie auf große ausländische Unternehmen zugeschnitten wurde und zu wenig auf die Erfordernisse für kleine und mittlere Unternehmen, sowie die der Landwirtschaft.
Die Demokratische Republik Kongo ist 2012 beigetreten mit der Hinterlegung einer Urkunde über die Ratifizierung des Vertrags beim Depositar Senegal. Die Liste der Beitrittsbewerber ist lang: Burundi. Kap Verden, Dschibuti, Äthiopien, Ghana, Madagaskar, Mauretanien, Mauritius, Nigeria, Ruanda, Sao Tomé und Principe. Madagaskar passt seine Gesetzgebung bereits an die Akte der Organisation an ohne eine formelle Mitgliedschaft.

BEZIEHUNG ZUM EURO-WÄHRUNGSRAUM DER ZENTRALAFRIKANISCHEN REPUBLIK.

Frankreichist in seinen Entscheidungen bezüglich des CFA Franc autonom, sofern sich Natur und Geltungsbereich der zugrundeliegenden Vereinbarungen nicht ändern. Andernfall sist die Zustimmung des EU-Rates auf der Grundlage einer Kommissionsempfehlung nach Anhörung der Europäischen Zentralbank erforderlich. Frankreich ist allein für die Abwicklung mit den CFA-Staaten verantwortlich. Es ist nicht vorgesehen, dass sich EZB oder EU direkt mit einem CFA-Land abstimmen.

Währungsgarantien:

Zur Absicherung der CFA-Franc-Konvertibilität sind folgende Regelungen vereinbart: Die CFA-Länder haben auf 85 % ihrer Währungsreserven keinen Zugriff, da diese beim Agence France Trésor zu hinterlegen sind. 65 % ihrer Währungsreserven haben die CFA-Länder beim Agence France Trésor zu hinterlegen, als Ausgleich für die Garantie der CFA-Franc-Konvertibilität durch die Republik Frankreich. Weitere 20 % ihrer Währungsreserven haben die Länder zu hinterlegen, um finanzielle Unwägbarkeiten abzusichern.