Die Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion (frz. Union économique et monétaire ouest-africaine, abgekürzt UEMOA) ist ein Zusammenschluss von acht hauptsächlich frankophonen westafrikanischen Staaten – lediglich in Guinea Bissau spricht man portugiesisch.
Die Union wurde am 10. Januar 1994 in Dakar gegründet und hat ihren Sitz in Ouagadougou. Die BCEAO – die Westafrikanische Zentralbank ist die Währungsbehörde für die gemeinsame Währung CFA-Franc.
Mit der Westafrikanischen Zollunion – Tarif Extérieur Commun (TEC) – ist zum 1. Januar 2015 eine neue Zollunion gegründet worden. Sie ersetzt die nationalen Gesetzgebungen und die Zollunion der westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft UEMOA.

Die Zentralbank der UEMOA ist die Westafrikanische Zentralbank (BCEAO) mit Sitz in Dakar (Senegal). Weitere Institutionen sind das Interparlamentarische Komitee, ein Gerichtshof und eine gemeinsame Wertpapier-börse in Abidjan (Elfenbeinküste).

Seit 2000 besteht ferner ein integrierter regionaler Markt, der allerdings nur einen unterschiedlich starken Nutzen für die Mitgliedstaaten bietet. Die wirtschaftliche Integration ist noch recht schwach; der Binnenmarkt hat nur einen Anteil von rund 11 % am gesamten Außenhandel. Etwa 60 % der Ein- und Ausfuhren der UEMOA werden mit Europa abgewickelt, weshalb die Abhängigkeit dementsprechend groß ist.
Entsprechend empfindlich reagiert die Wirtschaft auf externe Schocks, vor allem auf Turbulenzen an den Rohstoffmärkten. Auch innerhalb der Union gibt es große Differenzen in den wirtschaftlichen Strukturen und den Einkommensniveaus, besonders zwischen wohlhabenderen Ländern an der Küste und denen in der Sahelzone.

Die Länder der UEMOA sind auch Teil der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS). Eine weitere Währungsunion ist die Zentralafrikanische Wirtschafts- und Währungs-gemeinschaft (CEMAC).